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Workshop planen
Planung eines Medienprojektes als Workshop
Jill hat sich bereit erklärt, für die Projekttage an ihrer Schule einen vorzubereiten, bei dem die Teilnehmer etwas mit Medien tun können und eine tolle Ausstellung entstehen soll. Jetzt steht sie ganz schön unter Strom: so viele Fragen – was, wer, wo? Doch Jim meint: „keine Panik das schaffen wir schon...“.

In dieser Lerneinheit erfährst du:

Vorbereitung des Workshops
Hoch Runter

Was soll passieren?
Ziel eines Workshops mit Jugendlichen im Bereich neue Medien sollte es sein, die bereits vorhandene, aber vielleicht unstrukturierte Medienkompetenz von Jugendlichen aufzufangen und weiterzuentwickeln. Dabei sollten die Medien nicht Selbstzweck des Workshops sein – also in dem Sinne, machen wir mal einen Photoshop-Kurs – sondern eher als Werkzeug für die Umsetzung einer spannenden inhaltlichen Idee dienen.

Sowie der zeitliche Rahmen des Workshops fest steht, kann man sich an die inhaltliche Vorbereitung machen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Medienworkshop vorzubereiten. Eine Möglichkeit wäre es, ohne besondere Idee oder Vorgaben in den
Workshop zu gehen, zu Beginn ein Brainstorming durchzuführen, um dann auf ein Sammelsurium von Wünschen und Ideen zu stoßen, die kaum zu händeln bzw. umzusetzen sind.

Eine effektivere Variante ist die Entwicklung eines Themas für den , das genug Raum für individuelle kreative Umsetzungen lässt und die Nutzung neuer Medien zulässt. Das Thema sollte den Lebenserfahrungen der jeweiligen Teilnehmer/innen nahe liegen und in dem geplanten zeitlichen Rahmen des Workshops umsetzbar sein.

TIPP
Das Arbeiten mit Frage- und Checklisten, einschließlich der Festlegungen von Verantwortlichkeiten, hat sich gerade in der Vorbereitungsphase als sehr hilfreich erwiesen.

Wer macht mit?
In Vorbereitung eines Medienworkshops sollten natürlich die Teilnehmer geklärt werden. Dazu gehören Fragen wie: welche Altersgruppe soll teilnehmen, wie viele Teilnehmer sind überhaupt möglich usw.

Abhängig ist diese Klärung auch immer vom Thema des Workshops und davon, was überhaupt mit diesem Angebot erreicht werden soll. Zu berücksichtigen sind hier auch die technisch-organisatorischen Voraussetzungen: welche Räume stehen zur Verfügung, welche Technik ist in welcher Menge und Qualität vorhanden.

Eine weitere wichtige Frage ist die nach kompetenten Trainern. Wenn Thema und Ablauf des Workshops, zeitlicher Rahmen und vielleicht auch schon Ort und technische Möglichkeiten geklärt sind, kann man überlegen, für welche Bereiche unbedingt professionelle Unterstützung benötigt wird, also braucht man eher einen Medienprofi oder einen oder gar beides. Natürlich ist die Planung hier immer auch abhängig von der Anzahl der Teilnehmer und dem finanziellen Rahmen des Workshops.

Was ist zu tun?
Wichtig ist ein Ablaufplan für den . Soll beispielsweise ein einwöchiger stattfinden, sollte man eine Art entwickeln und schriftlich festhalten, das Ziele und Vorhaben der einzelnen Tage in bezug auf das Thema und das Gesamtziel des Projekts darstellt.

Dabei sollte vor allem das Ziel des Projekts, auf das die Teilnehmer ja hinarbeiten werden, sehr deutlich hervorgehoben sein.

Wenn der Teilnehmerkreis nicht von vorne herein feststeht, muss eine intensive Werbekampagne für den , z.B. an Schulen, Jugendeinrichtungen etc. gestartet und hierfür die entsprechenden Materialien, wie oder Infobriefe vorbereitet werden. Gegebenenfalls sollte hier auch die Regionalpresse einbezogen werden.

Übrigens
In Vorbereitung des Projekts „Ich seh’ mich nicht, wie du mich siehst!“ im Rahmen des Bundesinitiative CIVITAS hat es sich als nützlich und motivierend erwiesen, Informationsgespräche mit Lehrern an den Schulen durchzuführen sowie Eltern und Schüler mit Infobriefen über das Projekt zu informieren.

Steht der Teilnehmerkreis fest, ist es immer günstig, schon vor Beginn des Workshops über Thema, Ziel und Ablauf des Workshops zu informieren.

Natürlich gehört zu den notwendigen Vorbereitungen die Sicherung der entsprechenden Räumlichkeiten und der einzusetzenden Technik. Inhaltsabhängig muss man hier überlegen: wie viele Computer werden benötigt, welche Software soll zum Einsatz kommen, werden Fotoapparate oder Videokameras gebraucht.

Ablauf des Workshops
Hoch Runter

Am Beispiel eines einwöchigen Medienprojekts mit Jugendlichen (z.B. zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung) lässt sich der Ablauf eines entsprechenden Workshops planen.

Ziel des Workshops: Erstellung von Printexponaten, die die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit Aspekten von Selbst- und Fremdwahrnehmung darstellen.

Ablauf des Workshops
Ablauf des Workshops

Training
Die ersten anderthalb bis zwei Tage dienen größtenteils der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema unter Berücksichtigung der Schwerpunkte Identität(en), Selbst/Fremdwahrnehmung, Individualität und Empathie.

Hier kommen unter Anleitung von Moderatoren unterschiedliche Übungen zum Einsatz, die zum einen die Gruppe auf das Thema, aber auch auf das gemeinsame Arbeiten vorbereiten bzw. einstimmen.

TIPP
In den Gesprächsrunden sollten schon „produktionsnahe“ Bedingungen geschaffen werden, z.B. Notizen für Interviews, Teilnehmeräußerungen dokumentieren, Reaktionen auf Filme oder Spiele. Auf diese Weise entsteht Anfangs- und Einstiegsmaterial für die folgenden Tage.

Umsetzung - Produktion
An drei weiteren Tagen liegt der Schwerpunkt auf der Visualisierung des Erlernten unter Einsatz multimedialer Technik. Abhängig von den Visualisierungsideen arbeiten die Jugendlichen selbstständig und in Gruppen an ihren Projekten. Professionelle Anleitung durch Trainer erhalten sie bei der Nutzung spezielle Software bzw. beim Einsatz besonderer Technik wie Kamera oder Video.

Jeweils am Ende eines Tages werden die Ergebnisse in der gesamten Gruppe diskutiert und bewertet, sowie Hilfestellungen für die weitere Vorgehensweise gegeben.

Produktionsphase
Produktionsphase

Wichtig ist es hier, den Bezug zum Thema mit anderen Methoden wieder aufzugreifen und zu vertiefen, sowie durch konkrete praktische Umsetzung die erworbenen Selbstreflexions- und Sozialkompetenzen zu sichern.

Ein nicht zu vergessener „Nebeneffekt“ des Workshops ist die Weiterentwicklung von IT-Kompetenz und sozialer Kompetenzen wie , die Entdeckung eigener Stärken innerhalb des Produktionsteams sowie die konstruktive Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Ideen sowie deren Bewertung.

Präsentation
Am letzten des Workshops sollte genügend Zeit bleiben, die entstandenen Exponate gemeinsam vorzustellen, auf ihre inhaltliche, aber auch technische Umsetzung des - Themas zu überprüfen und ihre Wirksamkeit in Bezug auf das Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung zu diskutieren.

Wichtig ist es hier, Raum für Erläuterungen der Ergebnisse für die Jugendlichen zu schaffen und die Bereitschaft zu fördern, Kritik und Hinweise anzunehmen.

Zum Abschluss des Workshops können weitere Schritte des Umgangs mit den entstandenen Ergebnissen beraten und festgelegt werden (z.B. öffentliche Ausstellungen).

Erstellung von Printmedien
Erstellung von Printmedien

Nachbereitung des Workshops
Hoch Runter

Dokumentation
Im Sinne der Erfolgssicherung solcher Workshops aber auch für die mögliche Nachnutzung von Ideen und Erfahrungen sollte man den Ablauf eines Workshops dokumentieren.

Dafür kann man unterschiedliche Möglichkeiten nutzen. So sollten alle Materialien der Vorbereitung und Planung des Workshops
digitalisiert aufgehoben sein.

Während des Workshops ist es möglich, dass einige Teilnehmer/innen sich zu einer „Doku-Gruppe“ zusammenschließen und den Verlauf des Projekts in Bild (z.B. Fotos oder kleine Videoszenen) und Ton (z.B. Interviews mit Projektteilnehmern) festhalten.

Zusammengefasst und ergänzt durch die Workshopergebnisse kann so eine Dokumentation z.B. auf - ROM entstehen, die den Telnehmer/innen mitgegeben werden kann und für ähnliche Projekte als Informations- und/oder Werbematerial dienen könnte.

Dokumentation
Dokumentation

Ausstellungen
Motivierend für die Arbeit der jugendlichen Projektteilnehmer/innen ist es besonders dann, wenn schon zu Beginn des Workshops bekannt ist, dass die entstehenden Exponate nach Ende der Arbeitswoche nicht einfach im „Keller“ verschwinden.

Öffentliche Ausstellungen von Projektergebnissen geben den (jugendlichen) Teilnehmer/innen zum einen eine besondere Form der Wertschätzung. Zum anderen erhalten sie gerade auf diesem Wege eine ungewohnte Möglichkeit, sich zu bestimmten Themen der gesellschaftlichen Diskussion auf besondere Weise zu äußern und einzumischen.

Zusammenfassung

Puh, Jill ist sich immer noch sicher, dass die Vorbereitung des Workshops Arbeit macht. Mit Jims Hilfe hat sie erst einmal eine ToDo-Liste erstellt und festgelegt, wer verantwortlich ist für Technik, Räume und Werbung der Projektteilnehmer. Sie hat sich entschieden, ein konkretes Thema anzubieten – z.B. „Unsere Schule in unserem Kiez“ und will das noch mit ein, zwei Leuten beraten. Wen sie als Mediencoach dazu holt, weiß sie auch schon. Eigentlich ist sie sich ziemlich sicher, dass der ein toller Erfolg wird – und eine Ausstellung zur Eröffnung des neuen Ärztehauses wäre dann die Krönung.

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