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Bilder machen
Bessere Fotos machen durch manuelle Einstellungen
Von seiner neuen Digitalkamera ist Jim begeistert. Fotografieren hat ihm schon immer Spaß gemacht. Nun soll es mit einer digitalen Fotokamera viel einfacher sein. Man muss gar nichts mehr einstellen… „Andererseits“, denkt Jim, „habe ich gehört, dass man bessere Ergebnisse bekommt, wenn man doch einige Einstellungen vornimmt.“

In dieser Lerneinheit erfährst du:

Die wichtigsten Kamerafunktionen
Hoch Runter

Es macht Spaß, mit Digitalkameras und ihren vollautomatischen Funktionen einfach drauflos zu „knipsen“. Wenn man sich etwas in das Thema vertieft, erzielt man gleich bessere Bildergebnisse. Denn trotz der raffinierten Automatik weiß die Kamera nicht, worauf es dem Fotografen ankommt. In vielen Bereichen lohnt es sich, die automatischen Einstellungen zu verändern.

Verschiedene Kameras und Zubehör
Verschiedene Kameras und Zubehör

Optischer Sucher oder LC-Display?
Mit dem optischen Sucher einer Kamera kann man das Motiv anvisieren und den Bildausschnitt festlegen. Auch für die Aufnahme wichtige Informationen, wie , Blitzbereitschaft oder Blende werden hier angezeigt.

Meistens handelt es sich um einen Durchsicht- oder Echtbildsucher. Je nach dem, wie nah man an das Motiv herangeht oder es heranzoomt, verändert sich die . Der Sucher passt dann automatisch den Bildausschnitt an. Nur bei Nahaufnahmen weicht der Sucherausschnitt vom wirklichen Bildausschnitt ab. Für sehr nahe Aufnahmen ist ein LC-Display nützlich.

Der Flüssigkristallanzeiger (engl. Liquid-Cristal-Display) arbeitet wie der Flachbildschirm eines Laptop-Computers und findet sich auf der Rückseite der meisten Digitalkameras. Der L- Bildschirm dient als Sucher, zur der Bildschirmmenüs für Kameraeinstellungen und zur Wiedergabe aufgenommener Bilder. Aber Vorsicht: Der L- Bildschirm ist ein Stromfresser. Der optische Sucher verbraucht kaum Energie. Sein Sucherbild ist auch im Sonnenlicht deutlich und beim Durchschauen kann man sich auf die Motive besser konzentrieren.

Wenn man mit dem optischen Sucher auf Motivsuche geht, sollte der L- Bildschirm abgeschaltet werden. So halten die Batterien länger.

TIPP
In manchen Kameras kann man den optischen Sucher so einstellen, dass er Weit- oder Kurzsichtigkeit ausgleicht.

Zoomen oder nicht?
Durch den optischen Zoom holt man das Bildmotiv etwas näher heran oder zeigt mehr Raum. Dazu haben viele Digitalkameras noch einen . Damit vergrößert die Kamera einen Bildausschnitt in den gewählten Zoomstufen und das Motiv wird vergrößert dargestellt. Die wird auf diesem Weg geringer: Je mehr verwendet wird, desto unschärfer werden die Bilder.

Der gleiche Effekt kann auch durch die Nachbearbeitung der Bilder am PC erreicht werden. Dann hat man jedoch ein gut aufgelöstes Foto als Ausgangsmaterial und kann beliebig mit Ausschnitt und Motivgröße experimentieren. Gerade wenn die Kamera nur einen digitalen Zoom besitzt, sollte man so vorgehen. Ansonsten kann der Zoom ruhig ausgeschaltet werden.

Wie der Blitz
Ein eingebauter Blitz gehört zur Standardausstattung von digitalen Kameras.
Das Blitzlicht wird innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgestrahlt. Die seines Lichtes ist tageslichtähnlich und verbessert die Qualität der Fotos.

Der Blitz befindet sich sehr nah am weil die digitalen Kameras klein und kompakt gebaut sind. Daher kommt es häufig zu störenden Lichtreflexen auf dem Foto oder bei Portraitaufnahmen zu roten Augen. Doch es gibt bei den meisten Kameras verschiedene Blitzfunktionen, die bei solchen Problemen weiterhelfen. Gegen „Kaninchenaugen“ wählt man z.B. den . Durch dass vorherige Aussenden von Blitzen, gewöhnt sich dann die Pupille der geblitzten Person und verengt sich.

Die Reichweite des eingebauten Blitzes beläuft sich auf ca. fünf Meter. Die Aula oder die Turnhalle kann man damit also nicht ausleuchten. In diesem Fall muss man näher an das Motiv oder Zusatzbeleuchtung benutzen.

Ausleuchtung und Abstand zum Motiv
Ausleuchtung und Abstand zum Motiv

In der Grundeinstellung wird der Blitz automatisch bei schlechten Lichtverhältnissen gezündet. Möchte man z.B. einen stimmungsvollen Sonnenuntergang festhalten, erzielt man bessere Ergebnisse, wenn man den Blitz ausschaltet und die oder die Blende ändert.

Sehr nützlich ist der . Das ist das Zugeben von Blitzlicht bei Tageslichtaufnahmen. Es verbessert die Fotos: Bei Aufnahmen in gleißendem Sonnenlicht wird damit der Schatten aufgehellt. Bei gleicht der die Lichtsituation aus und das Motiv bleibt erkennbar.

Wie wird die Brennweite eingestellt?
Hoch Runter

Welche Brennweite hat mein Objektiv?
Das
Objektiv einer Kamera ist für die Bildqualität und für die Bildgestaltung wichtig. Einfache Kameras haben meistens ein fest eingebautes mit veränderbarer . Die Angaben auf den Objektiven können etwas verwirren. Eigentlich stehen auf einem die tatsächlichen Brennweiten. Bei Digitalkameras werden aber oft noch dazu die Brennweiten von Kleinbildformatkameras angegeben.

Verschiedene Objektive
verschiedene Objektive

Das menschliche Auge hat eine von 50 mm. Ein mit dieser wird als „Normalobjektiv“ bezeichnet.
Größere Brennweiten ab 70 mm wirken wie ein Fernglas und werden „Teleobjektiv“ genannt. Ab 40 mm spricht man von einem „Weitwinkelobjektiv.“ Mit diesem fotografiert man Zimmer oder ganze Gebäude.

Tiefenschärfe und Brennweite
Auch die Bildschärfe kann die Wahl der beeinflussen. Indem ein Foto geschossen wird, verwandelt man einen Raum in eine Fläche. Trotzdem behält das Foto seine räumliche Wirkung bei. Einen Raum kann man in Ebenen einteilen z.B. Vordergrund, Mitte und Hintergrund. Sogar die Ebenen könnte man noch genauer einteilen. Am besten stellt man sich ein Klassenzimmer mit mehreren Bankreihen vor. Jede Bankreihe könnte eine Ebene sein. Ein Kameraobjektiv kann nur die Schüler einer Bankreihe scharf stellen, sowie eine Bankreihe davor und dahinter. Diese drei Bankreihen entsprechen den Ebenen die man nennt.

Blende und Tiefenschärfe
Blende und Tiefenschärfe

Durch (große Blende, kleine Blendenöffnung) wird dieser Bereich ausgedehnt. Die Schüler der drei Bankreihen wären scharf. Durch (kleine Blende, große Blendenöffnung) wird der Bereich eingeengt. Hauptsächlich eine Bankreihe wäre scharf.

TIPP
Faustregeln zur Tiefenschärfe:
Je größer die Blende, desto kleiner die Tiefenschärfe.
Je größer die Brennweite, desto kleiner die Tiefenschärfe.
Je kleiner der Abstand, desto kleiner die Tiefenschärfe.

Wie man angemessen komprimiert
Hoch Runter

In jeder Digitalkamera gibt es verschiedene Einstellungen für und Kompression. Beides ist wichtig, um viele Fotos in guter Qualität auf einer Bildspeicherkarte unterzubringen.

Komprimieren
Stellt man sich eine Aufnahme als eine Sammlung von Bildschnipseln vor, dann wäre Komprimieren eine Möglichkeit, diese Schnipsel in verschieden großen Koffern unterzubringen. Die großen Koffer sind schwer und sperrig, aber in die kleineren Koffer passen nicht alle Schnipsel. Spannend wird es, wenn die Koffer wieder ausgepackt werden. Vielleicht ärgert man sich nun, weil Schnipsel fehlen und das Bild nicht mehr ordentlich zusammengesetzt werden kann.

In der Fachsprache redet man von „verlustfreier Kompression“. Dabei bleiben zwar alle Bildinformationen erhalten, aber die Dateien sind sehr groß. Bei „verlustbehafteter Kompression“ wird die Dateigröße wesentlich kleiner, aber es gehen viele Informationen verloren. Das Bild sieht oft „flau“ aus.
Ein häufig verwendetes für komprimierte Fotos ist das . Es ist eine verlustbehaftete Kompression und man erkennt es an der Dateiendung .jpg.

Originalbild und Komprimierungsstufen
Komprimierungsstufen

An Hand der Bildbeispiele wird klar, dass man immer einen Kompromiss zwischen Dateigröße und Kompressionsverfahren schließen muss. Zwischen Bild 1 und 2 ist kaum ein Qualitätsunterschied auf dem Bildschirm wahrzunehmen. Beim letzten Bild in der Reihe sieht man dagegen einen deutlichen Unterschied.

TIPP
Jedes Mal, wenn man im JPEG-Format abgespeichert, gehen Informationen verloren. Man sollte also möglichst selten oder erst am Schluss seine Bilder in diesem Format abspeichern.

Auflösung
Beim Komprimieren von Bildern muss man mit der eine weitere Größe beachten. Ein digitales Bild wird in kleinste Bestandteilchen - in - „aufgelöst“.
Ein ist eine winzige Bildinformation. Je mehr Informationen es gibt, desto genauer wird das Bild. Aber eine Menge Informationen brauchen auch eine Menge Speicherplatz.
Bei jeder Kamera kann man zwischen hoher und niedriger wählen. Um die Aufnahme hinterher weiterverarbeiten zu können, ist eine hohe Auflösung wichtig.
Wenn die Bilder unbearbeitet ins Internet sollen, reicht eine niedrige Auflösung.

Im Vergleich: hohe und niedrige Auflösung
hohe und niedrige Auflösung

Am besten probiert man mit der eigenen Kamera verschiedene Auflösungen aus. Anschließend vergleicht man sie auf dem Bildschirm oder als Ausdruck. So merkt man am schnellsten, mit welcher Auflösung man den besten Kompromiss zwischen Dateigröße und Bildqualität gefunden hat.

Zusammenfassung

Jetzt fühlt sich Jim viel sicherer. Er weiß, wann er besser durch den optischen Sucher schaut und wann durch das LC-Display. Er kennt den Unterschied zwischen und optischen Zoom. Auch über die Möglichkeiten mit Blitz zu fotografieren hat er etwas gelernt. Wie war das noch? Eine Sporthalle kann man mit einem eingebauten Blitz nicht ausleuchten. Da muss er sich also auf dem nächsten Sportfest etwas einfallen lassen.
Und er weiß jetzt endlich wie das mit der ist. Je kleiner er die Blendenöffnung einstellt, desto mehr erhält er.
Die Fotos für das Webalbum, das er mit Jill machen will müssen nicht hoch aufgelöst sein – so kann er heute ziemlich viele verknipsen.

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